Max Beckmann der Künstler: über Werke, Leben und Kunst; Zitate der Maler und Biographie
Max Beckmann, der berühmte Deutsche Künstler und Maler ist hier zitiert mit seiner persönlichen Zitate und Quellen. Beckmann war ein grosser Künstler des deutschen Expressionismus neben Kirchner und Franz Marc. Das Spätwerk von Beckmann enthalt eine erzählende und mythenschaffende Malerei, insbesondere in seine zehn Triptychonen. (Verfolg Biographie unten auf der Seite!) Für eine große Menge Quotes & Zitate von Max Beckmann, aber in Englisch English quotes, Max Beckmann
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Max Beckmann: ‘Die Nacht’; Ölgemälde, 1950 |
MAX BECKMANN: Zitate und Quotes von Tagebücher, Texte und Biographie Notize über Kunst, Malen und Leben
- Ich glaube, dass ich alles erreichen werde, was ich will, alles. Nur weiss ich nicht bestimmt, ob ich mich immer darüber freuen werde.
* Zitate und Quotes; deutsche Künstler und Maler im Expressionismus:von: ‘Frühe Tagebüche’, Max Beckmann, 14. August 1903, S. 10; zitiert nach “Max Beckmann - Meisterwerke 1907 - 1950″, ed. Karin von Mauer, Staatsgalerie Stuttgart, Verlag Gerd Hatje, Stuttgart 1994 (Max Beckmann, Zitate aus seiner Texte über Werke, Kunst, Malerei, Biography, Tryptichonen, Selbstbilndnisse, das Unsichtbare, die Seele, das Ich)
- …denn das ist das einzig Neue, (in der Kunst, fh) was es gibt. Die Gesezte der Kunst sind ewig und unveränderlich, wie das moralische Gesetzt in uns.
* Max Beckmann, Zitat: von seiner Kritik auf Franz Marc in ‘Pan’, Heft 17, März 1912; zitiert nach Kat. Bielefeld 1983, S 28ff
- Was würden wir armen Menschen machen, wenn wir uns nicht immer wieder eine Idee schaffen würden von Vaterland, Liebe, Kunst und Religion, mit der wir das finstere schwarze Loch immer wieder so ein bisschen verdecken können.
* Max Beckmann, seine Quote: von ‘Briefe im Krieg’, Max Beckmann.
- …die unsagbaren Dinge des Lebens festzuhalten… …dieses schaurig zuckende Monstrum von Vitalität in glasklare scharfe Linien und Flächen einzusperren…
* Zitat von Max Beckmann: von seinem Beitrag (1918) zu ‘Schöpherische Konfession’, Max Beckmann, in “Schriften und Gespräche”, S. 22
- Worauf es mir in meiner Arbeit vor allem ankommt, ist die Idealität, die sich hinter der scheinbaren Realität befindet. Ich suche aus der gegebenen Gegenwart die Brücke zum Unsichtbaren – ähnlich wie ein berühmter Kabbalist es einmal gesagt hat: „Willst du das Unsichtbare fassen, dringe, so tief du kannst, ein – in das Sichtbare.“ Es handelt sich für mich immer wieder darum, die Magie der Realität zu erfassen und diese Realität in Malerei zu übersetzen. – Das Unsichtbare sichtbar machen durch die Realität. – Das mag vielleicht paradox klingen – es ist aber wirklich die Realität, die das eigentliche Mysterium des Daseins bildet!
* Max Beckmann, Zitat über das Unsichtbare von seinem Tagebuch, Amsterdam 1938
- Das Unsichtbare sichtbar zu machen durch die Realität… …Entscheidend hilft mir dabei die Durchtastung des Raumes. - Höhe, Breite, und Tiefe in die Fläche zu übertragen, so dass aus diesen drei Raumgegebenheiten sich die abstrakte Bildfläche des Raums gestaltet, die mir Sicherheit gibt gegen die Unendlichkeit des Raumes. - Meine Figuren kommen und gehen … Ich aber suche sie festzuhalten in der Entkleidung ihrer scheinbaren Zufälligkeit.
* Zitat von Max Beckmann über das Unsichtbare sichtbar machen in der Kunst von: “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Raum - Raum - und nochmals Raum -die unendliche Gottheit, die uns umgibt und in der wir selber sind. Dies suche ich zu gestalten durch Malerei. Eine Funktion, die grundverschieden von Dichtung und Musik, für mich aber vorherbestimmte Notwendigkeit ist. Kommen geistige, metaphysische, irdische und unirdische Geschehnisse in mein Leben, so kann ich sie nur auf dem Wege der Malerei festhalten. Entscheidend ist nicht der Gegenstand, aber seine Übersetzung mit den Mitteln der Malerei in die Abstraktion der Fläche. Ich brauche daher kaum ungegenständliche Dinge, da mir der gegebene Gegenstand bereits unwirklich genug ist und ich ihn nur durch die Mittel der Malerei gegenständlich machen kann.
* Zitat über Raum in Malerei von: ‘Über meine Malerei’, Vortrag Max Beckmann, gehalten in London, 1938, in “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Ich bin oft - sehr oft allein. Das Atelier in Amsterdam, ein großer alter Tabakspeicher, füllt sich aufs neue mit Figuren aus alter und neuer Zeit, und immer spielt das Meer von nah und weit durch Sturm und Sonne in meine Gedanken. Dann verdichten sich die Formen zu Dingen, die mir verständlich erscheinen in der großen Leere und Ungewißheit des Raumes, den ich Gott nenne.
* Max Beckmann, Zitat über Leere und Raum von: “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Nach meiner Ansicht sind alle wesentlichen Dinge der Kunst, seit Ur in Chaldaea, seit Tel Halaf und Kreta, immer aus dem tiefsten Gefühl für das Mysterium des Seins entstanden. Ein “Selbst” zu werden, ist immer der Drang aller noch wesenlosen Seelen. Dieses “Selbst” suche ich im Leben - und in meiner Malerei.
* Max Beckmann, sein Zitat über da Selbst von: ‘Über meine Malerei’, Vortrag, gehalten in den New Burlington Galleries, London, 1938, in “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung, der Verklärung oder dem Spiel. Das Suchen nach dem eigenen Selbst ist der ewige, nie zu übersehende Weg, den wir gehen müssen. Es gibt natürlich auch hierfür andere Wege: Literatur, Philosophie oder Musik. Meine Ausdrucksform ist nun einmal aber die Malerei. Belastet - oder begnadet - mit einer furchtbaren vitalen Sinnlichkeit, muss ich die Weisheit mit den Augen suchen. Ich betone besonders Augen; denn nichts wäre lächerlicher und belangloser als eine zerebrale gemalte Weltanschauung ohne den schrecklichen Furor der Sinne für jede Form von Schönheit und Hässlichkeit des Sichtbaren.
* Max Beckmann, Zitat von ‘Über meine Malerei’, Vortrag, gehalten in den New Burlington Galleries, London, 1938, in “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Alles Zerebrale und Transzendente bindet sich in der Malerei mit einer ununterbrochenen Arbeit des Sehens. Jeder Ton einer Blume, eines Gesichts, eines Baumes, einer Frucht, eines Meeres oder eines Berges wird gierig notiert von der Intensität meiner Sinne, zu denen dann auf mir selbst nicht bewusste Art die Arbeit meines Geistes und letzten Endes die Kraft oder die Schwäche meiner Seele kommt. Dieses ursprüngliche und unveränderliche Kraftzentrum, welches Geist und Sinne erst fähig macht, persönliche Dinge auszusagen. Die Kraft der Seele ist es, die den Geist und die Sinne zu dauernder Turnübung zwingt, um die Anschauung des Raumes zu erweitern.
* Zitat über das Transzendente in der Malerei von: ‘Über meine Malerei’, Vortrag von Max Beckmann, gehalten in den New Burlington Galleries, London, 1938, S. 49 -50
- Die größte Gefahr, die uns Menschen allen droht, ist der Kollektivismus. Überall wird versucht, das Glück oder die Lebensmöglichkeiten der Menschen auf das Niveau eines Termitenstaates herabzuschrauben. Dem widersetze ich mich mit der ganzen Kraft meiner Seele. Die Individualisierung des künstlerisch darzustellenden Objekts durch das Gefühl der Sympathie und Antipathie ist notwendig und dient zur Formbereicherung. Mit dem Ausschalten der menschlichen Beziehungen untereinander in der künstlerischen Darstellung entsteht jenes Vakuum, unter dem wir mehr oder weniger alle leiden. Die individuellen Formveränderungen aller Einzelheiten des darzustellenden Objekts sind unerlässliche Mittel zur Darstellung gesammelter körperlicher Volumen. Das heißt: Der Kontakt des Mitgefühls für den Mitmenschen muss wieder hergestellt werden.
* Max Beckmann, seine Quote über Kontakt des Mitgefühls für den Mitmenschen von: Beitrag von ‘Über meine Malerei’, Vortrag, gehalten in den New Burlington Galleries, London, 1938, in “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Da wir immer noch nicht wissen, was dieses “Ich” wirklich ist, dieses Ego, das dich und mich, jeden in seiner Art bildet, müssen wir tiefer und tiefer in seiner Entdeckung vordringen. Denn das “Ich” ist das größte und verschleiertste Geheimnis der Welt. David Hume und Herbert Spencer haben das “Ich” auf eine Reihe von Vorstellungen zurückgeführt, an deren Ende sie nichts finden können. Nun, ich glaube an das “Ich” in seiner ewigen und unvergänglichen Form, dessen Wege in unbegreiflicher Art unsere Wege sind. Aus diesem Grunde interessiere ich mich für das Individuum, das gesamte sogenannte Individuum, und suche es auf jede Weise zu ergründen und darzustellen. Was bist du? Was bin ich ? Das sind die Fragen, die mich unaufhörlich verfolgen und quälen, aber vielleicht auch zu meiner künstlerischen Arbeit beitragen.
* Max Beckmann, seine Zitate und Quotes von: Beitrag von ‘Über meine Malerei’, Vortrag, in den New Burlington Galleries, London, 1938, - “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Wir spielen Verstecken, wir spielen Verstecken über tausend Meere. Wir Götter, wir Götter in Morgenröte, um Mittag und in schwarzer Nacht. Ihr seht uns nicht - ihr könnt uns nicht sehen, doch seid ihr ich. Drum lachen wir so schön - in Morgenröte, um Mittag und in schwarzer Nacht. Sterne sind unsere Augen, Weltnebel unsere Bärte, Menschenseelen unser Herz. Wir verstecken uns, ihr seht uns nicht, das wollen wir gerade - in Morgenröte, um Mittag und in schwarzer Nacht.
* Max Beckmann, Zitate und Quotes; deutsche Künstler und Maler im Expressionismus: von: ‘Über meine Malerei’, London, 1938, in “Schriften und Gespräche”, S. 49 -50
- Habe Vertrauen zu den Dingen, sagte er (die Figur aus meiner “Temptation”), lasse dich nicht schrecken von all dem Entsetzlichen der Welt. Alles ist eingeordnet und richtig und muss seinen Weggehen, um Vollkommenheit zu erreichen - eine größere, nie ganz zu erreichende Vollkommenheit. Suche diesen Weg - und du wirst die grenzenlose Schönheit der Schöpfung aus dem eigenen “Ich” immer tiefer verstehen, immer mehr lieben, und immer losgelöster werden von all dem, was dir jetzt noch jämmerlich, traurig oder schrecklich ist. Ich erwachte - und sah mich in Holland, inmitten einer grenzenlosen Verwirrung der Welt. Aber mein Glaube an eine endliche Befreiung und Erlösung von allen Dingen, die mich quälten und erfreuten, war neu gestärkt, und ruhig legte ich meinen Kopf wieder in die Kissen. Um zu schlafen und weiter zu träumen.
Biographie, Verfolg von Max Beckmann:
1928 erreichte Beckmanns Ruhm in Deutschland den Höhepunkt mit dem Reichsehrenpreis Deutscher Kunst und einer umfassenden Beckmann-Retrospektive in Mannheim. April 1933 wurde Beckmann fristlos aus seiner Professur an der Frankfurter Städelschule entlassen; Beckmann war für die Nazis einer der meistverhassten Künstler. Nach der Rundfunkübertragung von Hitlers Rede zur Eröffnung der gleichzeitigen Großen Deutschen Kunstausstellung (1937) in München hat Max Beckmann Deutschland für immer verlassen; er ging in die Niederlande wo er arbeitete in Amsterdam bis 1947. Nach dem Krieg hat er noch vier Jahre in Amerika gewohnt und gearbeitet, zusammen mit seiner Frau Quappi.
Links für Max Beckmann; seine Kunst, Leben und Biographie
* große Sammlung von Quotes von Max Beckmann in Englisch, mit Quellen
* Biographie von Max Beckmann, Deutsche Wikipedia
* information on life and creating his art by the famous German artist Max Beckmann, on Wikipedia
* images of many of Beckmann’s paintings, graphic art and his famous triptychs, on Google
* biography and more life facts, in the Max Beckmann Archive











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